Rosemarie Vollhüter

IBCLC, EFNB, Case Managerin

  • Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin
  • Stillspezialistin®
  • Entwicklungsfördernde Neonatalbegeleiterin EFNB®
  • Nachsorgepflegerin für Früh- und Neugeborene
  • Case Managerin
  • SAFE®-Mentorin, Bunter Kreis Augsburg

Vortrag

Case Management in der Sozialmedizinischen Nachsorge von Frühgeborenen und kranken Neugeborenen – Was tun wir in der Praxis?

Die Hauptaufgabe des Case Managers ist die Vernetzung, Koordination, Delegation und auch zeitgleich das Monitoring, das Beobachten und Kontrollieren, um die Betreuung und die Umsetzung des Hilfeplans zu gewährleisten.

Zu den weiteren Aufgaben eines Case Managers gehören die Informations­vermittlung zwischen Therapeuten, Ärzten, Einrichtungen und Familie.

 

Die Patientenfamilie benötigt zur Bewältigung der Selbstversorgung und der Anforderungen, die die Krankheit an sie stellt, Anleitung und Hilfe beim Aufbau von Kompetenzen. Hierzu zählen Aufklärung, Anleitung und Beratung. Um den Erfolg der Betreuung und Begleitung, also die optimale Krankheitsbewältigung, zu erzielen, muss ein Verständnis der Krankheitszusammenhänge und der Behandlungsanforderungen geschaffen werden.

Durch individuelle Anleitung, die schon vor der Entlassung stattfindet, baut die Familie Kompetenzen in der Krankheitsbewältigung, Pflege und Umgang mit dem Frühgeborenen oder kranken Kind auf. Dadurch wird die Selbständigkeit, die Eigenverantwortung und die Möglichkeit, die auftretenden Probleme im Alltag selbst zu lösen, gefördert. Durch eine gute Beratung wird Angst abgebaut und die Eigenverantwortung optimiert.

Motivationsförderung und Gespräche fördern den Prozess des Gesundwerdens. Gespräche und der Aufbau von eigenen Kompetenzen fördern die Stärkung des Vertrauens in sich selbst.

Die Evaluation der eigenen vorhandenen Ressourcen und des Hilfebedarfs der Familie benötigt Feingefühl des Case Managers um die Familie wohldosiert zu begleiten und zu betreuen, um weder eine Überversorgung oder auch zu wenig Unterstützung in der Familie zu installieren.

Der emotionale Zustand der Familie verbessert sich durch Gespräche zur psychosozialen Entlastung.

Pflegegrad und Co. KG - nach intensivem Start

Wenn ein Kind zu früh oder krank geboren wird, ist dies ein großer Einschnitt in das Leben der jungen Familie. Die Sorge um das Kind bestimmt den Alltag der Eltern.

„Und was ist, wenn das Baby zu Hause ist? Wie kann ich Hilfe und finanzielle Unterstützung bekommen? Wie bekomme ich einen Pflegegrad für mein Baby? Welche Ansprüche kann ich geltend machen, wenn mein Kind einen Pflegegrad bekommt?

Der Alltag ist schwer zu meistern, sehr viele Termine in Ambulanzen, Fahrten zu Therapien stehen an, somit führt es für die Eltern, zusätzlich zu den anderen Sorgen, zu finanziellen Belastungen. Diese können etwas gelindert werden durch einen Pflegegrad des Kindes, dieser bringt Entlastung durch das monatliche Pflegegeld, Pflegepauschale, zusätzliche Betreuungsleistungen, Anspruch auf Verhinderungspflege und Betragszahlungen in die Rentenversicherung durch die Pflegekasse.

Außerdem kann es hilfreich sein evtl einen Antrag auf Schwerbehinderung zu stellen, dieser erleichtert auch die finanzielle Situation der Familie.

Welche sonstigen Hilfen können in Anspruch genommen werden – Unterstützung im Haushalt? Entlastung der Eltern? An wen kann sich die Familie wenden?

Dieser Vortrag gibt einen kurzen Überblick über den Ablauf der Beantragung von Schwerbehindertenausweis, des Pflegegrades bis hin zur Begutachtung durch den MDK für ein Kind bis zum Alter von 18 Monaten.

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